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Bezirksversammlungen 2026: KI und Nachhaltigkeit im Zimmererhandwerk

Präsident Peter Aicher informierte über die Aktivitäten des Landesinnungsverbands. Thematisiert wurden die Nachwuchsförderung, Öffentlichkeitsarbeit, strategische Verbandsentwicklung sowie Forschungs- und Innovationsprojekte im Holzbau.

Von Mitte Januar bis Anfang Februar war der Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks wieder auf Tour: In allen sieben Regierungsbezirken kamen Zimmererbetriebe, Verbandsvertreter und lokale Politiker zusammen, um sich über aktuelle Herausforderungen und Chancen im Holzbau auszutauschen.

Die Bezirksversammlungen dienen dem jährlichen Austausch zwischen dem Verband und den Betrieben. Neben organisatorischen Themen standen aktuelle fachliche und rechtliche Entwicklungen im Holzbau im Mittelpunkt. Auch Gäste aus der lokalen Politik waren vor Ort und richteten das Wort an die Teilnehmenden.

Hauptgeschäftsführer Kai Gajewski gab einen Überblick über politische und rechtliche Themen, die für die Betriebe relevant sind. Dazu zählten der „Bauturbo” und seine möglichen Auswirkungen auf die Bauwirtschaft, steigende Lohnkosten, sowie anstehende Neuregelungen ab 2026, beispielsweise zur Bewertung von Fahrzeiten als Arbeitszeit. Außerdem stellte er den neuen Nachhaltigkeits-Piloten des Verbands vor. Mit diesem können Innungsbetriebe ihre CO₂-Emissionen berechnen und Nachhaltigkeitsberichte erstellen. Anschließend präsentierte Verbandsreferent Valentin Klingler aktuelle Forschungsergebnisse im Holzbau, Fördermöglichkeiten sowie Anforderungen im Rahmen der PEFC-Zertifizierung.

Arbeitsschutz und Künstliche Intelligenz

Ein Programmpunkt war der Bereich Arbeitssicherheit. Referenten der BG BAU stellten unter anderem den Arbeitsmedizinisch-Sicherheitstechnischen Dienst (ASD) vor, der Betriebe bei der Organisation von Betriebsärzten und Sicherheitsfachkräften unterstützt. Zudem wurden Informationen zu Arbeitsschutzprämien vermittelt. Passend dazu stellte Andreas Kraft, LIV-Referent für Technik und Umwelt, am Nachmittag die neue digitale Lernplattform des Verbands vor. Mit dieser können Mitarbeiterunterweisungen dokumentiert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Künstliche Intelligenz. In einem Fachvortrag der Handwerkskammern und der Mittelstand-Digital-Zentren wurde aufgezeigt, in welchen Bereichen KI bereits heute in Handwerksbetrieben eingesetzt werden kann, etwa bei der Baustellendokumentation, der Erstellung von Materiallisten oder der strukturierten Bearbeitung von E-Mails.

Für ihre besonderen Verdienste um das Zimmererhandwerk erhielten Michael Andrä, Obermeister der Zimmerer-Innung Oberland,...

...Christian Stemmer, Obermeister der Zimmerer-Innung Neuburg/Schrobenhausen,...

...und Hermann Lauchs, Obermeister der Zimmerer-Innung Ansbach-Westmittelfranken, die Silberne Ehrennadel des Bayerischen Zimmererhandwerks.

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